Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Aufrüstbarkeit in den nächsten Jahren. Bei älteren Xeon-Plattformen stößt man schnell an Grenzen, da Sockel und Chipsatz bereits veraltet sind. Das bedeutet: Wer später schnelleren Speicher, neuere GPUs oder besseren Arbeitsspeicher benötigt, muss unter Umständen fast das gesamte System austauschen. Moderne Consumer-Plattformen bieten in der Regel einen einfacheren Aufrüstpfad und eine deutlich höhere Effizienz im Leerlauf. Das ist besonders wichtig, wenn der Rechner lange Rendering-Sitzungen durchführt oder im täglichen Betrieb eingesetzt wird.
Ich denke außerdem, dass die Bedeutung der Single-Core-Reaktionsfähigkeit oft unterschätzt wird. Videobearbeitungs-Timelines, die Navigation im Viewport von 3D-Anwendungen und selbst allgemeines Multitasking laufen auf neueren Desktop-CPUs mit höherem Boost-Takt oft flüssiger. Die reine Kernanzahl mag beeindruckend sein, aber die Gesamtbalance der Plattform ist heute wichtiger denn je. Xeons sind für bestimmte Workloads nach wie vor sinnvoll, aber für eine gemischte Heim-Workstation würde ich wahrscheinlich eher einer neueren Architektur als der maximalen Kernanzahl Priorität einräumen.